Meine Gute-Laune-Tipps für müde Mütter {#teamnosleep}


Das Muttersein ist eine einzige rosarote Blase? Jeder Tag einfach nur wunderschön? Die Kinder immer gut gelaunt und ausgeschlafen (die Mütter natürlich auch, versteht sich)? Ja, könnte man meinen, wenn man sich durch einige Instagram-Profile klickt. Die Realität sieht aber oft doch etwas anders aus. Ich möchte die heile Instagram-Welt an dieser Stelle nicht unbedingt kritisieren. Das ist ja schließlich ein Ort, an dem man Schönes mit anderen teilt. Aber vielleicht bekommen manche Frauen oder junge Mütter dadurch ein etwas schiefes Bild vom Leben mit Kindern. Das kann manche wiederum unter Druck setzen, weil sie feststellen, dass bei ihnen vieles gar nicht glatt läuft, die Karottenflecken sich stattdessen wie eine Krankheit in der ganzen Wohnung ausbreiten und das Kind lieber den Inhalt des Mülleimers in der gesamten Küche verteilt, als geschniegelt in die Kamera zu grinsen. Und geschlafen hat man gefühlte 3 Wochen schon nicht mehr. That's life. Vergisst man vielleicht nur manchmal, wenn man sich immer mit anderen vergleicht, bei denen alles perfekt zu laufen scheint. Natürlich gibt es unzählige wundervolle Tage und Momente und ich möchte meine Rolle als Mutter um nichts in der Welt missen, aber es ist nicht immer alles so einfach, wie man vielleicht glaubt. Und natürlich soll es sie geben, die Kinder, die problemlos durchschlafen und ihren Eltern viele entspannte Nächte ermöglichen... aber das ist nicht die Regel.

Ja, hier bricht auch immer mal wieder Chaos aus. Florian hatte sich wirklich zu einem guten Schläfer entwickelt, bis die Nächte zwischen 6 und 10 Monaten immer turbulenter wurden und wir schier verzweifelt sind. Ich bin nach so einer anstrengenden Nacht hundemüde und krätzig gewesen. Florian war dann auch alles andere als ausgeglichen und mit sich und der Welt äußerst unzufrieden. An solchen Tagen läuft meist alles schief. Zur Krönung schüttete ich mir dann im schlimmsten Fall auch noch den Kaffee über die frisch gebügelte weiße Bluse. Ja, es gibt sie... die richtig schlechten Tage. Zwar sind sie weniger geworden, seitdem wir seine Schlafprobleme einigermaßen gelöst haben, aber es gibt natürlich immer mal Ausreißer. Und unabhängig davon gibt es auch einfach richtige Scheisstage. Hey, das gehört einfach dazu. Ich habe aber nach und nach Strategien entwickelt, mit diesen blöden Tagen umzugehen und meiner Laune einen Tritt in den Allerwertesten zu geben. Und das ist für mich enorm wichtig. Negative Energie so gut wie möglich in positive Energie umwandeln - das ist meine Devise. Danach sind alle zumindest ein kleines bisschen besser drauf und vielleicht kann man sich sogar mit dem Tag versöhnen. Ich habe euch also ein paar ganz persönliche Tipps zusammengetragen, die mir im Alltag helfen, wenn die Laune einfach im Keller ist. Das gilt übrigens keinesfalls nur für Mütter... Einen schlechten Tag hat wohl jeder ab und zu mal, oder?

1) Frische Luft & Bewegung

Frische Luft ist für uns so etwas wie das absolute Allheilmittel. Wenn uns die Decke auf den Kopf fällt und schlechte Laune herrscht: Schnell raus! Je nachdem worauf wir Lust haben, gehen wir in den Wald, oder spazieren durch unsere Nachbarschaft zum Supermarkt. Ich versuche die Spaziergänge günstig zu legen, so dass Florian im Kinderwagen einschlafen kann, ohne dass sein Tagesablauf durcheinander kommt, was sich wiederum negativ auf seine Laune etc. auswirken und alles nur noch schlimmer machen würde. Natürlich gehen wir auch ohne schlechte Laune raus an die frische Luft, aber gerade wenn alles etwas schwierig ist, kann einem das richtig gut tun. Man ist abgelenkt, bewegt sich und dem Kind gefällt so ein Spaziergang in der Regel immer! Danach sieht die Welt oft schon ganz anders aus. Mein Motto: Selbst eine Stunde draußen im strömenden Regen ist besser als eine Stunde mit schlechter Laune in der Wohnung.



2) Kaffee

Fakt: Nach 2 Tassen Kaffee sieht die Welt oft schon gaaaaanz anders aus. Manchmal denke ich, dass ich es unmöglich schaffen werde, in die Gänge zu kommen. Ich male mir dann schon aus, wie unproduktiv der Tag wohlmöglich wird. Das ist Blödsinn. Erst mal die Kaffeemaschine anschalten und sich einen Kaffee gönnen. Meistens geht es dann schon ziemlich schnell bergauf.

3) Schöne Musik

Manchmal kann sich Stille negativ auf die ohnehin schon miese Laune auswirken. Ich suche mir dann schöne Musik aus und Florian und ich hören sie gemeinsam, während wir spielen oder ich ein paar Sachen im Haushalt erledige. Gute Musik kann nämlich ziemlich schnell gute Laune verbreiten, finde ich.

4) Sich hübsch machen

Was einen schlechten Tag für mich nur noch schlimmer macht, ist der Blick in den Spiegel wenn ich mich wirklich null zurechtgemacht habe. Zerzauste Haare, Augenringe, Pickel... Ich fühle mich dann ganz schrecklich. Wenn die Nacht anstrengend war und der Tag echt doof anfängt, springe ich so schnell wie möglich unter die Dusche und schminke mich direkt danach gleich ein wenig, föhne mir die Haare und ziehe mir etwas Schönes an. Das tut meinem Selbstbewusstsein gut und ich fühle mich viel besser für den Tag gewappnet. Natürlich sitze ich nicht jeden Tag mit Föhnfrisur, lackierten Nägeln und perfektem Make-Up im Kinderzimmer, aber ich habe mir ein paar fixe Handgriffe angeeignet, die ein müdes Gesicht relativ schnell und unkompliziert auf Vordermann bringen und die Haare einigermaßen bändigen.


5) Gesunde Ernährung

Auch wenn es in stressigen Zeiten vielleicht verlockend ist, sich eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben, versuche ich mich immer gerade dann so gesund wie möglich zu ernähren. Das muss auch gar nicht kompliziert oder zeitaufwändig sein... Ich trinke allgemein einfach viel Wasser, kaufe mir  im Supermarkt ein paar Smoothies (wenn ich keine Lust habe, sie selbst zu machen) und versuche viel Gemüse zu verarbeiten. Ich esse auch oft einfach ein paar schnelle Nudeln, aber eben mit einer gesunden Sauce oder so (z.B. Pesto aus Rucola und Walnusskernen! Das liiiiebe ich!). Das tut dem Körper einfach gut und er kann so auch besser mit Alltagsbelastungen umgehen. Zwar befriedigt eine Tiefkühlpizza eventuell einen kurzen Moment, aber ich fühle mich danach meistens eher schlechter. Und eigentlich schmeckt's mir auch gar nicht. Bäh.
Außerdem ist es mir immer ganz wichtig, einigermaßen zivilisiert zu essen, auch wenn ich alleine bin. Das heißt, der Tisch wird gedeckt und ich esse nicht schnell im Stehen oder auf dem Sofa. Das gibt einer Mahlzeit eine ganz andere Qualität und ich genieße sie so viel bewusster.

6) Bewusste Auszeiten

Wenn man irgendwie kann, sollte man sich immer mal wieder kleine Auszeiten nehmen, um seine Batterien aufzuladen. Manchmal reichen schon ein paar Minuten alleine, um sich eine Gesichtsmaske zu gönnen oder in der Badewanne zu entspannen, während Papa auf das Kind aufpasst. Auch genieße ich es sehr, ab und zu mal abends mit meinen Freundinnen essen zu gehen, während Alex und Florian sich Zuhause einen Männerabend machen. Oft braucht es auch gar nicht viel und ich bin danach wieder komplett ausgeglichen. Aber so ein 24-Stunden-Job, der das Muttersein ja wirklich ist, kann einen schon ordentlich schlauchen und man braucht einfach auch mal eine kleine Pause.

Das sind sie also, meine Tipps bei dunklen Augenringen und schlechter Laune. Vielleicht mögen sie sehr offensichtlich wirken, aber glaubt mir, bei extremer Übermüdung ist nichts mehr offensichtlich und man vergisst durchaus mal, ob man jetzt eigentlich gefrühstückt hat oder nicht. Abschließend muss ich sagen, dass es mir an solchen Tagen immer hilft, einfach meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Banale Aufgaben wie Duschen oder Kochen können einen mit so wenig Schlaf schnell überwältigen, weil einem einfach irgendwie die Kraft fehlt. Aber es lohnt sich wirklich, sich einfach einen Ruck zu geben. Natürlich sollte man auch immer ein wenig auf sein Bauchgefühl hören und nicht übertreiben... Ich habe beispielsweise mal nach einer absolut furchtbaren Nacht mit keinen 3 Stunden Schlaf gemeint, es wäre doch eine super Idee, mit Florian zum Mutter-Kind-Sport zu gehen... Haha, Pustekuchen. Danach bin ich zu Hause fast zusammengeklappt. Das war mir dann eine Lehre. Also immer schön vernünftig sein, ja? Manchmal ist ein halber Tag im Bett mit Netflix, einer heißen Tasse Tee und viel Schokolade auch genau das Richtige 😀

Was macht ihr denn, um schlechte Laune und Müdigkeit zu vertreiben? Könnt ihr meiner Liste vielleicht noch etwas hinzufügen?

Alles Liebe! Habe einen schönen Sonntag!
Eure Stilblume

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