Baby Erstausstattung: Was haben wir wirklich gebraucht? (Und was nicht!)

Das Thema Erstausstattung... Hach! Es gibt so viele Listen, die einem vorgeben, was man denn so alles für seinen neuen Erdenbürger braucht. Meine Meinung: Mehr als eine grobe Orientierung können diese Auflistungen wohl kaum bieten, da jede Familie einfach so individuelle Bedürfnisse hat und jedes Baby komplett unterschiedlich ist. Ich möchte hier deswegen also keinesfalls eine allgemeingültige Liste veröffentlichen, an die sich irgendjemand halten soll. Stattdessen möchte ich euch einfach zeigen, was wir in der Anfangszeit mit Florian alles so gebraucht haben und was sich für uns als Fehlinvestition herausgestellt hat. Ich kann mir vorstellen, dass sich vielleicht die ein oder andere (Bald-)Mami mit ein paar Dingen, die ich hier beschreibe, identifizieren und dann für sich eine bessere Kaufentscheidung treffen kann. Manchmal stolpert man ja doch über ein paar neue Infos, die sich als ganz hilfreich herausstellen können :-)

Stubenwagen

Wir haben Florian quasi von Anfang an zum schlafen in seinen Stubenwagen gelegt, den wir von meinen geliebten Großeltern geschenkt bekommen haben. Den Stubenwagen fanden wir total praktisch, weil man ihn durch die ganze Wohnung schieben kann und Florian so immer dabei war. Unser kleiner Floh hat darin immer selig geschlummert und auch ganze 6 Monate hineingepasst. Ich würde auch ein zweites Kind in der Anfangszeit wieder in diesen wunderhübschen Stubenwagen legen! Außerdem fände ich es schön, den Stubenwagen irgendwann an meine Kinder weiterzuvererben, damit sie ihn wiederum für ihre Kinder benutzen können. Das wäre einfach toll! Mal schauen, was daraus wird :-)

Ich finde unser exaktes Modell online aktuell nicht, aber dieses Modell unterscheidet sich farblich nur minimal von unserem. Es gibt die Stubenwägen von Christiane Wegner in so vielen unterschiedlichen Farben und Ausführungen - da hat man wirklich die Qual der Wahl :-)

Wickelkommode

Wir haben uns für eine klassische Wickelkommode entschieden, die man aber irgendwann in eine normale Kommode/Regale für das Kinderzimmer umbauen kann. So haben wir dann auch nach dem Windelalter noch etwas davon :-) Außerdem haben wir gleich das passende Bett dazu bestellt, in dem Florian schläft, seitdem er für den Stubenwagen zu groß geworden ist. Natürlich kann man auch einfach einen Wickelaufsatz für eine Kommode kaufen - da spricht absolut nichts dagegen! Wir hatten aber gerade keine Kommode "übrig" und es wäre preislich kein großer Unterschied gewesen, weswegen wir dann einfach eine ganz klassische Wickelkommode gekauft haben. 

Mullwindeln

Man braucht sie in der Anfangszeit andauernd. Und man braucht viele. Ich würde mir schon vor der Geburt einen guten Schwung davon kaufen. Manchmal kommt man mit der Wäsche einfach nicht hinterher und man kann sich vorher gar nicht vorstellen, was da für ein Verschleiß stattfindet, haha. 


Kleidung

Im Internet steht überall, dass man Größe 50 im Prinzip gleich überspringen kann und alles in Größe 56/62 kaufen soll. Ich habe mich daran gehalten und beim Pre-Baby-Shoppen fast ausschließlich zu den größeren Größen gegriffen. Leider war Florian dann gerade mal 47 cm lang und er ist sogar in Größe 50 komplett versunken, weswegen wir dann sogar noch einige Teile in Größe 46 nachkaufen mussten. Hätte ich niemals für möglich gehalten, aber es kommt dann manchmal einfach ganz anders als man denkt. Was ich damit sagen möchte: Man kann einfach nicht vorhersehen, welche Größe dem Baby nach der Geburt am besten passen wird. Ich würde das einfach auf mich zukommen lassen, vorher nicht zu viel kaufen (nur die nötigsten Dinge) und dann gegebenenfalls noch nachbestellen. Heutzutage geht das ja alles super schnell online. In große Größen wachsen Babys ja auf alle Fälle noch hinein, aber es wäre sehr schade, wenn man lauter süße Teile in Größe 50 kauft und das Baby sie nicht ein einziges Mal trägt. Bei uns wäre die Rechnung aufgegangen, aber dem ist natürlich nicht immer so! 

Allgemein haben wir am Anfang viele Bodys, Strampler und kleine Mützen gebraucht. Alles, was man über den Kopf ziehen musste, hat Florian kaum getragen. Das ist einem oft einfach zu umständlich, gerade nachts. Alles, was man an der Seite oder in der Mitte aufknöpfen kann, ist wiederum super und erleichtert so einiges :-)

Was ich jeder Familie empfehlen kann, ist ein Schlafsack. Es wird ja aus Sicherheitsgründen geraten, Babys nicht in Decken zu hüllen und sie stattdessen in einen warmen Schlafsack zu stecken. Florian wurde im Winter geboren und war sehr verfroren - deswegen hatte er anfangs einen ganz dicken Schlafsack, der mit Daune gefüllt war. Dann sind wir auf den Ganzjahresschlafsack von Alvi umgestiegen, mit dem wir sehr zufrieden waren!

Cool Twister

Wenn man nicht stillt, hat man etwas mehr Arbeit: Fläschchen machen, Fläschchen spülen, Fläschchen sterilisieren. Gerade nachts kann das ganz schön nerven und man versucht das alles so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen, damit man schlafen kann. Hier habe ich euch ja schon mal vom Cool Twister erzählt. Das Gerät ist einfach klasse, wenn man Fläschchen schnell zubereiten und nicht ewig warten möchte, bis das kochende Wasser abgekühlt ist. Kann ich wirklich empfehlen! Das Teil ist hier permanent im Einsatz :-)

AngelCare

Zum AngelCare habe ich euch hier schon einen sehr umfangreichen Artikel geschrieben. Meiner Meinung nach ist es eine der besten Investitionen überhaupt, insbesondere wenn das Kind nicht mit im Elternzimmer schläft. 

Sterilisator  

Wenn man Fläschchen zubereitet, kann man nicht auf einen Sterilisator verzichten. Die kleinen Mäuse haben einfach noch einen sehr empfindlichen Bauch und sollten nicht mit ekligen Keimen konfrontiert werden. Unser Sterilisator war nicht teuer und erledigt den Job der Keim-Tötung einwandfrei :-) 

Windeleimer

Wer einem permanenten Windelgeruch entgegenwirken möchte, sollte sich meiner Meinung nach auf alle Fälle einen Windeleimer kaufen! Wir haben ein Modell von AngelCare mit Geruchsschutz und ja... Das ist Gold wert ;-) Wichtig: Man muss sich gut organisieren, denn der Windeleimer benötigt immer mal wieder Nachfüllkasetten! Wir haben gleich einen ganzen Schwung im Schrank gebunkert.

Viele Leute meinen, sie brauchen keinen Windeleimer, weil sie den Müll regelmäßig leeren. Aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen: Man riecht es trotzdem. Eeeerk. Aber vielleicht hat da auch jeder ein anderes Geruchsempfinden. 

Wippe

Florian hat es von Anfang an geliebt, warm eingemummelt in seiner Wippe im Wohnzimmer zu liegen. Die Leaf Wippe von Nuna hat es uns primär aufgrund ihres tollen Designs angetan. Wir wollten etwas Schönes, was vom Look gut in unser Wohnzimmer passt. Die Wippe ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch sehr gemütlich und vor allem praktisch, weil sie bei jeder Bewegung sanft von Seite zu Seite schaukelt. Das hatte immer eine sehr beruhigende Wirkung auf Florian und er ist dort tagsüber immer sehr gut eingeschlafen.

Kinderwagen

Wir haben viele Kinderwägen probegefahren und sind dann immer wieder beim Joolz Day gelandet. Für mich war das wichtigste Kriterium, dass der Kinderwagen klein und wendig ist und sich geschmeidig durch die Weltgeschichte schieben lässt. Ich fand, dass der Joolz Day diese Punkte zu 100% erfüllt hat, weswegen wir uns dann letztendlich auch für diesen Kinderwagen entschieden haben. Dass er schön aussieht, ist natürlich ein Bonus. Aber: Jeder stellt andere Anforderungen an einen Kinderwagen. Manchen ist viel Stauraum wichtiger als alles andere (hat der Joolz Day zum Beispiel nicht, aber den Kompromiss sind wir eingegangen), andere wiederum wünschen sich eine besonders große Wanne. Mein einziger Tipp für den Kauf eines Kinderwagens wäre also, sich vorher ganz sicher zu sein, was einem wichtig ist. So trifft man dann letztendlich die beste Entscheidung :-) 


Maxi-Cosi

Dass Florian einen Autositz braucht, war von Anfang an klar. Wir haben uns ohne viele Trara für einen Maxi-Cosi entschieden und sind sehr zufrieden. Dazu haben wir ein Isofix Befestigungssystem für den Sitz gekauft. Ich wusste vorher überhaupt nicht, was das überhaupt ist. (Für alle anderen, die keinen blassen Schimmer haben: Isofix ist ein System, mit dem man den Maxi-Cosi kinderleicht und ohne den normalen Gurt im Auto befestigen kann. Das System ist gleichzeitig auch noch sehr sicher, was natürlich super ist).

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Und nun kommen wir zu den Dingen, die bei uns aus diversen Gründen nicht so gut abgeschnitten haben:

Tragehilfen


Weder das Tragetuch noch unsere Babybjörn-Trage waren wirklich viel im Einsatz, weswegen sich die Anschaffung für uns nicht wirklich gelohnt hat. Ich würde niemandem vom Kauf einer dieser Tragehilfen abraten - jeder ist da ja ganz unterschiedlich und ich weiß, dass viele ganz begeistert davon sind. Jedoch würde ich den Tipp weitergeben, sich vorher genau zu überlegen, ob derartige Tragehilfen überhaupt zu einem passen und auch genau zu beobachten, ob das Kind Gefallen daran findet. Wir konnten damit auf jeden Fall nicht wahnsinnig viel anfangen. Ich hatte Florian natürlich immer total viel auf dem Schoß/auf dem Arm, hatte aber nicht das Bedürfnis, ihn dazu extra an mir "festzubinden". Er fand das im übrigen auch nicht so prickelnd und wollte das meist gar nicht. Unterwegs lag er immer richtig gerne im Kinderwagen und ich habe es ehrlich gesagt auch genossen, mal 20 Minuten kein Baby zu tragen und mich frei zu bewegen. Aber da ist jeder ganz unterschiedlich, sowohl jede Mutter als auch jedes Baby :-) Aussagen wie "Wer sein Kind liebt, der trägt" entlocken mir inzwischen nur noch ein müdes Lächeln. Darum geht es doch gar nicht und ich finde, man muss daraus nicht so eine Wissenschaft machen. 


Beistellbettchen

Unser Beistellbettchen haben wir nur kurze Zeit benutzt, bevor Florian dann in seinem Stubenwagen am anderen Ende des Zimmers geschlafen hat und nach ca. 6 Wochen dann auch in sein eigenes Zimmer umgezogen ist. Diese Beistellbettchen können bestimmt sehr praktisch sein, da bin ich mir ganz sicher. In unserem Fall hat das ganze Konzept einfach nicht funktioniert. Ich konnte nicht stillen, weswegen ich nachts sowieso immer aufstehen musste und ewig in der Küche zugange war.  Außerdem musste ich abpumpen und Florian hat teilweise über eine Stunde gebraucht, sein Fläschchen auszutrinken. Das Argument man muss das Kind nur zu sich rüberziehen, andocken und weiterschlafen war also absolut hinfällig. Dazu kam, dass Florian nachts so viele Geräusche gemacht und wahnsinnig viel in der Gegend herumgefuchtelt hat, so dass wir im Prinzip gar keinen Schlaf mehr bekommen haben. Wir haben uns alle gegenseitig gestört und eine erholsame Nachtruhe war absolut unmöglich... Und Schlaf ist in dieser anstrengenden Anfangszeit so wichtig. Auf unsere Situation mit Florian hat das Bett also nicht gepasst. Bei einem zweiten Kind würde ich das Beistellbettchen aber trotzdem gerne nochmal ausprobieren - vielleicht ist die Ausgangssituation  dann einfach ganz anders. 

Ich würde also auch in diesem Fall nicht vom Kauf eines solchen Bettes abraten, weil jede Familie anders tickt und jedes Kind anders ist. Ich finde es aber einfach wichtig, unsere Erfahrung zu teilen, so dass andere Eltern informierter an die Sache herangehen können. Vielleicht weiß eine werdende Mutter zum Beispiel von vornherein, dass sie nicht wird stillen können - dann entscheidet sie sich eventuell für ein anderes Bett, weil es in ihrer speziellen Situation einfach mehr Sinn macht. 


Heizstrahler

Wir haben einen Heizstrahler an der Wand über dem Wickeltisch angebracht, der sich auch wirklich als sehr sinnvoll herausgestellt hat. Allerdings wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, dass es auch Heizlüfter gibt, die man einfach auf den Wickeltisch stellen kann. Ansonsten hätten wir uns nämlich definitiv für den Heizlüfter entschieden und nicht lauter Löcher in unsere furchtbar harten Betonwände gebohrt...! 

Wie ihr seht, ist das Thema Erstausstattung sehr individuell. Deswegen ist es meiner Meinung nach auch so wichtig, sich vorher genau zu überlegen, was zu einem passt. Natürlich weiß man das vorher auch nicht immer, aber so grob hat man das schon im Gefühl. Wichtig finde ich es auch, sich nicht wie ein Schaf der Herde anzuschließen und Dinge zu kaufen, nur weil sie jeder kauft. Trends kommen und gehen, aber wenn man auf sich selber hört, trifft man immer noch die besten Entscheidungen. 

Ich hoffe, dieser Post war für die ein oder andere (Bald)-Mami ganz hilfreich :-) 
Alles Liebe
Eure Stilblume


PS: Ich freue mich riesig über ein Like!
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Kommentare

  1. The pictures are just too cute!
    xx
    Mademoiselle Coconath
    http://mllecoconath.com

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  2. So ein schöner Post. Die von dir ausgewählten Sachen sind total hübsch. Klassisch weiß und schlicht. Da spielt auch das Geschlecht keine Rolle - sehr gut :)
    Liebste Grüße
    Patrizia
    www.thesmallnoble.de

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    1. Freut mich, dass dir die Sachen gefallen! :-) Ja, die Teile passen sowohl zu Mädchen als auch zu kleinen Jungs! Ich mag es immer, wenn alles ein bisschen neutraler ist!

      Liebste Grüße
      Julia

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  3. Ein super schöner Post. Die Sachen sind wirklich total schön ausgewählt. Einfach toll <3

    Liebe Grüße Martina
    http://www.kleidsam.org

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    1. Freut mich, dass dir die Sachen gefallen :-) !!

      LG,
      Julia

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