Lago Maggiore // Tipps zum Thema Reisen mit Säugling


Halloooooo! Ihr hattet es ja vielleicht schon auf Instagram und Snapchat mitbekommen: Wir waren wieder im Urlaub! Dieses Mal hat es uns an den Lago Maggiore verschlagen. Das Tessin ist wirklich eine besondere Gegend und unser Blick über den See war einfach unbeschreiblich schön. Es war so sommerlich und der kleine Floh war quietschvergnügt im Pool schwimmen, hat zum ersten Mal in seinem Leben an einer Grissini-Stange gelutscht und hat sich insgesamt einfach prächtig amüsiert. 

Und das bringt mich auch schon zum zentralen Thema des heutigen Posts: Wie ist denn das, mit Säugling zu verreisen? Würde ich es empfehlen? Was gibt es denn zu beachten? Inzwischen haben wir schon zwei Urlaube mit dem kleinen Floh hinter uns und insgesamt fand ich, dass alles wirklich ganz prima geklappt hat. Ein paar Punkte werde ich heute hier ansprechen und vielleicht helfen diese Erfahrungswerte ja dem ein oder anderen weiter :-) Und wenn euch Säuglinge auf Reisen ganz egal sind, dann könnt ihr euch einfach die schönen Bilder vom Lago Maggiore anschauen, hihi! Auch ok, oder?



Florian ist inzwischen schon ein richtiger Vielflieger. Natürlich hatten wir vor seinem ersten Flug nach Mallorca keine Ahnung wie er es finden würde und ich habe mich innerlich schon mal auf alles eingestellt: Geschrei, Stress, genervte Blicke. Aber nichts von alledem ist passiert. Florian hat seinen ersten Flug so toll gemeistert, war total ruhig und hat Start und Landung sogar komplett verschlafen. Es heißt immer, dass man Babys während Start und Landung einen Schnuller oder etwas zu trinken geben soll, damit sie sich durch das Schlucken mit dem Druckausgleich leichter tun. Natürlich hatte ich alles parat, aber Florian hat der Druckausgleich nicht sonderlich interessiert. Umso besser! Ich schätze, dass das einfach bei jedem Kind unterschiedlich ist. Jeder weitere Flug mit ihm verlief ebenfalls total entspannt.


Babys kann man im Flugzeug entweder auf den Schoß nehmen (man bekommt einen speziellen Gurt), oder man bucht ihnen einen eigenen Sitzplatz und setzt sie in ihren Maxi-Cosi. Wir haben uns für den Gurt entschieden. Zwar haben die Gurte bekanntermaßen in Crash-Tests nicht sonderlich gut abgeschnitten, aber ganz ehrlich: Sollte es zu einem Crash kommen, ist wahrscheinlich keine Variante so wirklich der Oberhammer. Und wären die Gurte wirklich so schlimm, würde man schließlich andauernd in den Medien von verletzten Kindern hören, oder? Wir haben uns also mit gutem Gewissen für diese Version entschieden. Und Florian hat sich an dem Gurt nicht wirklich gestört und fand das alles ganz prima. Was man allerdings probieren kann, ist den Maxi-Cosi einfach mit in die Kabine zu nehmen und zu fragen, ob es noch freie Plätze gibt. Manchmal ist die Maschine nicht ganz voll und man kann sich entweder mit dem Kind im Maxi-Cosi in eine freie Reihe setzten, oder zumindest den Maxi-Cosi auf einen freien Platz stellen, damit er unten vom Flugzeugpersonal nicht so herumgeschmissen wird. Bei uns hat das schon mehrmals geklappt, worüber wir selbst ziemlich überrascht waren :-) Einfach ausprobieren. 


Wenn man stillt, ist die Logistik einer Reise sehr viel einfacher, als wenn man PRE-Nahrung gibt. Man hat die Milchbar dabei, muss sich nicht um das ganze Equipment kümmern: Super! Nachdem ich aber nicht stille, ist das alles etwas komplizierter. Unsere Wickeltasche war jedes Mal so vollgestopft, dass wir sie kaum noch tragen konnten, ohne dass irgendwelche Flaschen herausgekullert sind, haha. Aber so ist das eben. Man braucht für so ein kleines Baby einfach ausreichend sterilisierte Flaschen für die gesamte Reise (das können ziemlich viele werden...!) und eine Riesenmenge PRE-Nahrung (wir haben auf Reisen immer trinkfertige Nahrung in der Wickeltasche dabei, siehe z.B. hier). Im Endeffekt hatte ich bis jetzt jedes Mal zu viel von allem dabei, aber man muss irgendwie auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wenn auch nur ein Flug ausfällt, oder man stundenlang im Stau steht, ist gleich schon nicht mehr genug Milch da, wenn man das alles zu knapp kalkuliert. Und das ist natürlich der Supergau schlechthin. Also entscheide ich mich natürlich jedes Mal für meine überquellende Riesen-Wickeltasche. Die trinkfertige Nahrung bekommt man übrigens prima durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen - da sagt niemand etwas. 


Beide Urlaube haben wir in Ferienhäusern statt in Hotels verbracht, was ich persönlich mit Säugling sehr viel entspannter finde. Gerade wenn man nicht stillt, braucht man eigentlich eine Küche, in der man Flaschen spülen und auskochen kann und so weiter. Außerdem ist es natürlich praktisch, wenn man eine Waschmaschine für die ganzen vollgespuckten Bodies hat. Ein weiterer Pluspunkt eines Ferienhauses ist, dass man sich nicht an Essenszeiten im Hotel halten muss und andere Gäste nicht stört, wenn das Baby mal nicht so gut drauf ist. Insgesamt hat man einfach mehr Freiheiten und alles läuft meiner Meinung nach etwas entspannter ab, weil man einfach mehr für sich ist. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. 


In Hotels bekommt man ja eigentlich immer ein Babybett und in vielen Ferienhäusern ist das auch möglich. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, muss man natürlich ein eigenes Bettchen mitbringen. Wir haben kein klassisches Reisebett, sondern ein total cooles Schlaf-Zelt gekauft (ihr findet es hier). Ist total praktisch, weil man es winzig klein zusammenfalten kann und es fast nichts wiegt. Außerdem kann man es mit einem Reisverschluss ganz schließen, was prima ist, wenn es am Urlaubsort viele Mücken oder anderes Ungeziefer gibt. Ich kann euch das Zelt wirklich wärmstens für Reisen empfehlen! 


Ich würde mich vorher auf jeden Fall informieren, wie denn die Qualität des Leitungswassers am Urlaubsort ist. Das ist gerade für Familien wichtig, die Flaschen ausspülen und sterilisieren müssen. Auf Mallorca ist die Qualität des Leitungswassers zum Beispiel total schlecht, weswegen man die Fläschchen für das Baby in Flaschenwasser auskochen muss und so weiter. 


Ich habe auf unseren bisherigen Reisen auch gelernt, dass man nicht immer unbedingt alles mitschleppen muss. Auf Mallorca gibt es zum Beispiel Müller Märkte, die alle deutschen Produkte von Hipp und so weiter verkaufen. Dort könnt ihr alles von trinkfertiger Nahrung bis zu Baby-Keksen kaufen. Natürlich gibt es ansonsten auch in jedem Land die einheimischen Produkte, die sicherlich nicht schlecht sind, aber ich kann es nachvollziehen, wenn man bei seinen gewohnten Produkten bleiben möchte. Und auf Mallorca, unserem 17. Bundesland, ist das selbstverständlich möglich ;-)

Wir haben uns vor unserer ersten Reise mit Florian mit unserem Kinderarzt beraten. Florian hatte ja einen etwas holprigen Start und wir hätten ihm die Reise nicht zugemutet, wenn es aus medizinischer Sicht nicht in Ordnung gewesen wäre. Bei einem "normalen" Kind würde ich einfach mit dem Kinderarzt besprechen, was er für die individuelle Reiseapotheke empfehlen würde. Wir hatten zum Beispiel Fieberzäpfchen, ein Fieberthermometer und Nasentropfen dabei. Außerdem schadet es nicht, sich vorab zu informieren, wie weit es denn am Urlaubsort vom Ferienhaus/Hotel bis zur nächsten Kinderklinik ist. 



Wenn mich jemand fragen würde, ob ich Reisen mit Säugling empfehlen würde, wäre meine Antwort: Ja! Natürlich ist es stressig und man muss wirklich an tausend verschiedene Sachen denken, aber so eine kleine Auszeit als neue Familie ist total schön und am Ende lohnt es sich wirklich. Außerdem finde ich es prima, wenn sich Babys früh an Reisen gewöhnen, da es für sie dann ganz selbstverständlich ist und man viel mit ihnen unternehmen kann.


Florian war bei seiner ersten Reise ungefähr 10 Wochen alt. Jetzt mit 4 Monaten am Lago Maggiore war alles noch entspannter und stressfreier und wir waren bei allem schon total routiniert. Es ist angenehmer, wenn man die anfängliche doch sehr stressige Zeit hinter sich hat und sich alles etwas eingependelt hat, bevor man seine Sachen packt und losfliegt. Das kann natürlich bei jedem sehr individuell sein und ich glaube man hat das selber ganz gut im Gefühl. Aber so etwas um die 3 Monate klingt ganz vernünftig, finde ich. Jedoch kann ich mir auch vorstellen, dass Reisen ab einem gewissen Alter wieder schwieriger oder komplizierter werden. Sicherlich ist es nicht ganz so einfach, ein Kleinkind im Flugzeug anzuschnallen und mehrere Stunden bei Laune zu halten. Ab einem gewissen Punkt werden die Kleinen ja auch mobil und tolerieren das vielleicht nicht mehr ganz so gut.


Ihr Lieben - ich hoffe, die Bilder gefallen euch und vielleicht war ja der ein oder andere hilfreiche Tipp für euch dabei :-) Natürlich könnt ihr mir auch noch Fragen stellen, sollte euch noch etwas einfallen!

Alles Liebe
Eure Stilblume

1 Kommentar

  1. Sehr schöner Post! Die Bilder sind total klasse. :)
    Liebe Grüße
    S.
    http://cappuccinocouture.blogspot.de/

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