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{Meine Fotoausrüstung} + Warum Du als Blogger keine Spiegelreflexkamera mehr brauchst

Freitag, 13. Januar 2017

Blogger müssen sich im Bereich Fotografie ziemlich gut auskennen. Schließlich leben Beiträge nun mal von schönen Bildern. Ich lege auch sehr großen Wert auf den visuellen Aspekt hier auf Stilblume und beschäftige mich intensiv mit dem Thema Fotografie und wie ich mich als Fotograf stetig verbessern kann. Mir macht das einfach total Spaß 😄 Heute möchte ich ein Thema ansprechen, das mich persönlich sehr begeistert: Es geht um die Welt der spiegellosen Systemkameras! Das sind digitale Kameras mit Wechselobjektiven, die um einiges kleiner und leichter als traditionelle Spiegelreflexkameras sind. 

Auf vielen Blogs werdet ihr lesen, dass eine Spiegelreflexkamera für Blogger (und alle anderen Fotobegeisterten) so etwas wie der Heilige Gral ist. Das ist meiner Meinung nach aber nicht ganz richtig. Zumindest nicht mehr. Ja, gute Spiegelreflexkameras in Kombination mit guten Objektiven liefern auch gute Bilder. Aber im Markt der spiegellosen Kameras hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan! Man kann inzwischen mit einer spiegellosen Systemkamera Bilder schießen, die den Bildern einer Spiegelreflexkamera in nichts nachstehen und oft sogar besser sind. Und das für weniger Geld. Das hat sich nur noch nicht so herumgesprochen.
Meine Geschichte

Ich fotografiere nun seit gut über einem Jahr mit der Sony A7 - einer spiegellosen Vollformatkamera - und ich könnte nicht glücklicher sein. Diese Kamera wurde mir von einem Fotografen empfohlen, da ich mit meiner Canon 70D sehr unzufrieden war und sie gegen ein anderes Modell mit Vollformatsensor eintauschen wollte. Ich hätte mir ohne seine Hilfe wieder automatisch ein Modell von Canon ausgesucht, da ich schon seit ich denken kann mit Canon fotografiere. Ich hatte außerdem keine Ahnung, dass auch eine spiegellose Systemkamera für mich in Frage kommen würde. Ich bin so unglaublich froh, dass ich nach ausführlicher Beratung den Absprung gewagt und mich für ein spiegelloses Modell von Sony entschieden habe. In Kombination mit dem 55mm 1,8 Zeiss Objektiv produziere ich inzwischen Bilder, von denen ich jahrelang nur geträumt habe.

Ich habe für knapp 2.000 € eine top Fotoausrüstung ergattert, die mich unfassbar glücklich macht und wieder und immer wieder Bilder in höchster Qualität liefert (sofern der Fotograf nicht gerade einen schlechten Tag hat, haha...). Außerdem hat meine Kamera gegenüber meiner alten Spiegelreflexkamera den Vorteil, dass sie um einiges leichter ist und so auch für Reisen etc. optimal geeignet ist.



Sensorgröße - Size Matters

Auch konnte ich mir für vergleichsweise wenig Geld eine Kamera mit Vollformatsensor zulegen, was bei Canon oder Nikon einiges mehr kostet. Und ein Aspekt, der mich an meiner Canon 70D richtig genervt hat, war der kleine APS-C-Sensor. Dieser bedeutet nämlich unter anderem, dass ein kleinerer Bildkreis zur Verfügung steht. Wenn ich also beispielsweise ein klassisches 50mm-Objektiv an die Kamera schraube, agiert dieses wie ein leichtes Teleobjektiv. Das Problem ist also: Man kann mit APS-C-Sensor viele Objektive nicht so nutzen, wie sie eigentlich vorgesehen sind. Oft saß ich in einem Restaurant und wollte meinen Teller fotografieren und hatte große Schwierigkeiten, da ich mit der Kamera einfach zu nah am Essen klebte, egal wie weit ich mich zurückgelehnt habe. Das hat mich auf Dauer wahnsinnig gemacht und ich wollte eine Vollformatkamera, an der alle Objektive ganz unverfälscht funktionieren. (Es hat übrigens ziemlich lange gedauert, bis ich wirklich verstanden habe, was APS-C und die ganzen anderen Sensorgrößen überhaupt bedeuten. Wenn euch die Thematik also auch neu ist, empfehle ich euch diesen Text zu lesen). Ein größerer Sensor hat natürlich noch andere Vorteile. Auf diese möchte ich hier jetzt aber nicht eingehen, da es sonst zu technisch und kompliziert wird. Es reicht einfach zu wissen, dass ein Vollformatsensor, also ein größerer Sensor, insgesamt besser ist. Nicht jeder wird einen Vollformatsensor brauchen, aber es lohnt sich zu wissen, dass es im Bereich der spiegellosen Systemkameras durchaus bezahlbare Optionen gibt. 

Was bedeutet "spiegellos" überhaupt? Und wozu braucht eine Kamera einen Spiegel?

Einer spiegellosen Kamera fehlt die mechanische Spiegelkonstruktion, die man in allen digitalen Spiegelreflexkameras vorfinden wird. Dieses Spiegelsystem wurde von den klassischen Spiegelreflexkameras von damals (als man noch mit Film arbeitete!) übernommen und ins digitale Zeitalter integriert.

Und was erfüllt der Spiegel für eine Funktion? Ganz grob: Er reflektiert das Licht, das durch das Objektiv kommt so, dass der Fotograf durch den Sucher genau sehen kann was er fotografiert. (Unterschied → Bei einer spiegellosen Systemkamera wird einem das digital angezeigt). Der Spiegelkasten hat aber keinerlei Einfluss auf Bildqualität. Was genau bringt einem also der Spiegel im Zeitalter der digitalen Fotografie noch, wenn man ja auch wunderbar ohne Spiegel fotografieren kann und ganz andere Faktoren bestimmen, ob man gute Fotos schießt oder nicht? Tja, das ist eben die Frage und darüber kann man sich streiten. Die vielen großartigen spiegellosen Systemkameras zeigen mir aber, dass der Spiegel inzwischen eigentlich überflüssig ist. Und die Tatsache, dass die meisten unter uns wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung haben, was so ein Spiegel überhaupt bringt und einfach aus Gewohnheit zur Spiegelreflexkamera greifen, macht diese Kameras in meinen Augen auch nicht besser.

Ich würde niemals behaupten, dass meine Fotoausrüstung für jeden geeignet ist (auch wenn ich sie wirklich perfekt finde!). Jeder hat einfach unterschiedliche Bedürfnisse. Deswegen habe ich euch noch drei andere spiegellose Kameras herausgesucht, die auch sehr gut sind. Es soll euch einfach ein bisschen zeigen, wie der Markt der spiegellosen Kameras so ausschaut und was man für Optionen hat. 




Auch wenn die drei Modelle oben nur einen winzigen Einblick in diese Welt liefern, könnt ihr gleich erkennen, dass für jeden Geldbeutel etwas dabei ist. Es gibt Einsteigermodelle, wie die Olympus PEN E-PL 7, die gerade für Blogger ganz toll geeignet ist. Und es gibt richtige Profi-Kameras, wie die Sony A7R II, die bei professionellen Fotografen sehr beliebt ist und eine wahnsinnige Bildqualität liefert. 

Wenn ihr gerne fotografiert (vielleicht sogar Bilder für den eigenen Blog schießt) und eine neue Kamera braucht, empfehle ich euch wirklich zu hinterfragen, ob es denn zwingend eine Spiegelreflexkamera sein muss. Lasst euch auf alle Fälle in einem Fachgeschäft ausführlich beraten und nehmt verschiedene Kameras in die Hand und schießt ein paar Bilder. Überlegt euch vorher, was euch an einer Fotoausrüstung wichtig ist: Muss es ein Vollformat-Sensor sein? Reicht vielleicht ein kleinerer Sensor (ASP-C, Micro-Four-Thirds etc.)? Was für Bilder schieße ich hauptsächlich? Brauche ich eine Fotoausrüstung, die mit schlechten Lichtverhältnissen gut zurechtkommt? Was ist mein Budget? Was für Objektive brauche ich? Wie groß möchte ich meine Bilder abbilden? Wenn ihr manche Fragen nicht eindeutig beantworten könnt, nehmt sie mit zur Beratung im Fachgeschäft und erörtert sie gemeinsam mit dem meist sehr kompetenten Personal vor Ort. Unterschätzt auch wirklich nicht wie wichtig es ist, wie sich die Kamera in eurer Hand anfühlt. Man muss sie permanent in den Händen halten, also sollte die Chemie stimmen 😊

Ich bin inzwischen auf alle Fälle ein riesiger Fan von spiegellosen Systemkameras, insbesondere von meiner Sony A7. Ich brauche für meinen Blog und auch allgemein keine Spiegelreflexkamera mehr. Wie schaut das bei euch aus? Mit was fotografiert ihr und warum?

Und wenn ihr noch Fragen habt, dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar 😊 Ich weiß, dass so technische Sachen manchmal etwas verwirrend sein können. Und wenn ihr euch mehr Posts in diese Richtung wünscht, dann sagt mir natürlich auch unbedingt Bescheid!

Alles Liebe
Eure Stilblume
Kommentare on "{Meine Fotoausrüstung} + Warum Du als Blogger keine Spiegelreflexkamera mehr brauchst"
  1. Danke, das ist wirklich spannend und insbesondere aufschlussreich. Für den Fall, dass wir mit unserer Canon CANON EOS70D nicht mehr zufrieden sein sollten ...
    xx Rena
    www.dressedwithsoul.com

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    1. Freut mich, dass dir der Text gefallen hat :-) Die Canon 70D ist natürlich eine klasse Kamera, keine Frage... Für mich persönlich hat es nur einfach nicht so gepasst. Ich denke, es lohnt sich einfach immer zu wissen, was es noch so gibt.

      Liebe Grüße
      Julia

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  2. Was für ein fantastischer und lehrreicher Text ! Wie wenig Mode Blogger sich mit Kameras auseinander setzen weiss ich am besten. Vielen Dank für diese neuen Erkenntnisse :)

    Alles liebe www.stilundleben.blogspot.de

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    1. Freut mich sehr, dass du den Text interessant fandest! :-)

      Liebste Grüße
      Julia

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  3. Ich habe seit 2013 glaub ich eine Spiegelreflexkamera und möchte sie auch nicht missen. Aber was du in diesem Post geschrieben
    hast, ist trotzdem alles sehr interessant. Kann nie schaden, auch über Alternativen nachzudenken, erst recht, wenn eine Kamera mal kaputt geht!:)

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    1. Ja, genau - einfach informiert zu sein ist schon viel wert. Dann kann man auch für sich die beste Kaufentscheidung treffen, sollte das mal wieder anstehen :-)

      Liebe Grüße
      Julia

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