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Unsere Erfahrung mit dem AngelCare Bewegungsmelder: Würde ich das Gerät weiterempfehlen?

Dienstag, 20. September 2016

Es gibt nicht wirklich viele Dinge, die man für sein Baby braucht: Ein gemütliches Bett, einen praktischen Kinderwagen, einen sicheren Autositz. Dann gibt es Extras, die einfach irgendwann gekauft werden, ohne die man aber vermutlich auch ganz gut zurechtkommen würde: Tolle Babywippen, bunte Activity-Decken, Türhopser (wir haben da auch eine ganz umfangreiche Kollektion in unserem Wohnzimmer stehen...). Jede Familie hat andere Bedürfnisse und jedes Kind ist auch sehr unterschiedlich. Manche liegen stundenlang begeistert unter einem Spielebogen und brabbeln vor sich hin, andere wiederum halten es keine 5 Minuten dort aus. Ja, irgendwie muss sich jede Familie im großen Ersausstattungs-Dschungel zurechtfinden und herausfinden, was sie denn wirklich braucht.


Eine Sache, die ich aber wirklich jeder Familie empfehlen kann, ist das AngelCare. 

Für alle, die nicht wissen, was das genau ist: AngelCare hat eine Art Babyphone entwickelt, das die Atmung des schlafenden Babys registriert und Alarm schlägt, sollte diese aus irgendwelchen Gründen aussetzen. Ein kleines Baby kann im Schlaf in ganz seltenen Fällen vollkommen ohne Grund aufhören zu atmen. Stichwort: Plötzlicher Kindstod. Kein schönes Thema, aber leider Realität. Der Bewegungsmelder wurde entwickelt, um längere Atempausen zu registrieren und besteht aus einer hochsensiblen Sensormatte, die einfach unter die Matratze gelegt und mit einem Kabel an das Babyphone angeschlossen wird. Sobald die Matte 20 Sekunden keine Atembewegung registriert, schlägt das Gerät sehr laut Alarm. Es gibt verschiedene Modelle, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einer Familie zugeschnitten sind. So gibt es den Bewegungsmelder auch mit Video-Überwachung. Fanden wir persönlich dann doch ein bisschen "too much" und haben es bei dem Bewegungsmelder belassen (hier findet ihr unser Modell). Aber für andere Familien mag das durchaus Sinn machen!



Für mich steht fest: Das AngelCare sollte fester Bestandteil jeder Baby-Erstausstattung sein, ich würde es auch für ein zweites Kind auf alle Fälle wieder verwenden und es war eine der besten Investitionen überhaupt. 

Ich glaube jeder Mutter sitzt die Angst vor dem plötzlichen Kindstod im ersten Lebensjahr irgendwie im Nacken. Bei manchen stärker als bei anderen, aber daran gedacht hat man auf alle Fälle. Es passiert selten, es wird einen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht treffen, aber man kann es nicht zu 100% ausschließen. Ich bin ein Mensch, der Risiken gerne minimiert. Florian ist mein ein und alles und ich möchte wissen, dass ich alles getan habe, um sicherzustellen, dass er nachts sicher schläft und es ihm gut geht. Dazu gehört natürlich auch, dass man sich an die allgemeinen Regeln hält: Das Baby schläft auf dem Rücken, es ist nicht zu heiß im Kinderzimmer etc. Aber dazu gehört für mich auch das AngelCare. Ab dem Moment, in dem ich abends seine Zimmertür zuziehe, löst das AngelCare uns ab und überwacht den kleinen Floh wie ein kleiner weißer Schutzengel und wir schlafen alle entspannt bis zum nächsten Morgen. 

Klingt doch super, oder? Easy peasy. Ja, es ist tatsächlich so einfach. 

Was man allerdings beachten sollte? Das AngelCare ist sinnlos, wenn man keinen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge gemacht hat (was ich aber unabhängig vom AngelCare sowieso allen Eltern empfehlen würde!). Wenn das Gerät Alarm schlägt, sollte man sofort wissen, was zu tun ist. Man sollte sich auch nicht komplett auf das Gerät verlassen und leichtsinnig werden. Es muss immer noch genau darauf geachtet werden, dass das Baby wirklich sicher schläft. Das heißt: Keine gefährlichen Decken, Stofftiere etc., immer Rückenlage. You get the picture. Wenn man diese Dinge beachtet, ist das AngelCare einfach Gold wert. Für mich hat das Gerät auch überhaupt nichts mit Panikmache und zwanghafter Überwachung zu tun. Und zwar überhaupt gar nichts. Ich finde es eine grandiose Erfindung, die einfach Sinn macht und Eltern auch ein kleines bisschen Angst nehmen kann.

Als wir mit Florian nach seiner Geburt im Krankenhaus waren, habe ich diverse Ärzte zum Thema AngelCare befragt: Braucht man das? Würden Sie es empfehlen? Alle Ärzte im Krankenhaus haben davon abgeraten. Die Begründung: 1) Es gibt andauernd Fehlalarme 2) Wenn ein Kind wirklich überwacht werden muss, bekommt es einen Monitor aus dem Krankenhaus mit. 

Für mich absolut unverständlich. Und hier auch warum:

Florian hing wochenlang an besagtem Monitor, den wir aus dem Krankenhaus mitbekamen, weil seine Atmung noch nicht ganz ausgereift war. Das Gerät war die größte Belastung überhaupt. Wirklich furchtbar. Es hat mehrmals die Nacht Fehlalarme ausgelöst und die Panik in mir aufsteigen lassen (dabei hatte Florian sich nur wieder die Elektroden von der Brust gerissen). Es hat ständig gepiept. Es hat uns Nacht für Nacht wahnsinnig gemacht. Ich war unendlich froh, als wir den Monitor wieder abgeben und es gegen unser AngelCare eintauschen konnten. Wir waren ab dem Moment alle entspannt, haben nachts wieder geschlafen und es hat seitdem keinen einzigen Fehlalarm mehr gegeben. Keinen einzigen. Natürlich war der Monitor aus dem Krankenhaus medizinisch indiziert und ich akzeptiere auch absolut, dass wir ihn gebraucht haben. Jedoch finde ich, dass er uns mehr belastet hat, anstatt uns wirklich zu helfen. Das AngelCare hört und sieht man fast nicht und es überwacht Florian dezent und unaufdringlich im Hintergrund und gibt uns als Eltern die Ruhe, die wir brauchen.  Es spricht einfach nichts dagegen. Wenn das Kind gesund ist und keine intensivere medizinische Überwachung notwendig ist, ist das AngelCare einfach klasse. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum die Ärzte im Krankenhaus so gegen den Bewegungsmelder waren. Schließlich ist das furchtbare am plötzlichen Kindstod ja, dass es in den meisten Fällen komplett gesunde Kinder trifft. Aber man muss sich nicht darüber streiten. Jeder darf dazu seine eigene Meinung haben - Wir sind auf alle Fälle der Auffassung, dass das AngelCare wirklich eine der besten Erfindungen unserer Zeit ist und sind absolut davon überzeugt!

Ich kann euch das Gerät für eure kleinen Zwerge also wirklich nur wärmstens empfehlen. Wir haben es nun knapp 6 Monate im Einsatz und könnten nicht zufriedener damit sein. Es ist eine so simple Sache, die aber im Ernstfall tatsächlich Leben retten kann.

An andere Familien: Wie steht ihr zu dem Gerät? Ist es bei euch im Einsatz? Seid ihr damit zufrieden? Und an alle werdenden Mütter: Würdet ihr es euch im Rahmen der Erstausstattung anschaffen?

Alles Liebe
Eure Stilblume
Kommentare on "Unsere Erfahrung mit dem AngelCare Bewegungsmelder: Würde ich das Gerät weiterempfehlen?"
  1. Ich antworte hier als Oma zweier Enkelmäuse . Als meine Kinder klein waren , gab es so etwas leider noch nicht. Ich. In selbst Krankenschwester und weiß das es leider immer wieder vorkommt das die Babys aufhören zu atmen . Ich finde das Angel care eine segensreiche Erfindung . Nachts aufschrecken und zum Babybett laufen weil es so komisch ruhig ist , gehörten zur Vergangenheit . Ich habe selbst sehr viel ruhiger geschlafen ( wenn die Mäuse bei uns geschlafen haben ) , und war auch beim abendlichen Babysitting entspannter .... nun bekommt auch unser Sohn Nachwuchs und sicher wird auch dort ein Angel Care stehen. Ich würde es jedem empfehlen :)
    Liebe Grüße Antje

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    1. Ja, ich denke mir auch immer: Früher muss das alles Mütter doch wahnsinnig gemacht haben... Bestimmt wäre ich mehrmals die Nacht aufgesprungen und hätte in den Stubenwagen geschaut, ob denn wirklich alles ok ist...! Das AngelCare ist wirklich ein Segen, da hast Du recht!

      Ganz liebe Grüße,
      Julia

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