Top Social

Snapchat: Was halte ich davon?

Samstag, 11. Juni 2016

Bei mir hat es etwas länger gedauert, bis ich mich bei Snapchat angemeldet habe und verstanden habe, wie man die App als Blogger überhaupt nutzen kann. Man könnte auch sagen: I was a little late to the party! Obwohl - Ich hatte mich eigentlich vor Monaten schon einmal angemeldet, leider aber rein gar nichts verstanden und die App dann sofort wieder gelöscht.... ;-) Das sagt aber eigentlich auch schon alles: Snapchat ist wirklich kein bisschen intuitiv. Es ist wirklich etwas schwierig, sich da am Anfang zurechtzufinden. Beim zweiten Anlauf habe ich es dann aber geschafft. Und inzwischen muss ich sogar sagen, dass ich diesen Social Media Kanal eigentlich ganz cool finde. Was mir an der App gefällt und was ich nicht so gut finde, erfahrt ihr jetzt :-)

Bevor ich aber loslege, erkläre ich in Kurzversion, wie Blogger/Unternehmen etc. Snapchat nutzen - falls einige von euch da draußen gar keinen Plan haben: Man kann kurze Videos und Bilder hochladen und diese bilden dann eine kleine Geschichte. Nach 24 Stunden ist alles gelöscht und der Spuk geht von vorne los. Die Bilder und Videos kann man nach Lust und Laune mit lustigen Filtern versehen, jedoch kann man sie nicht so intensiv bearbeiten, wie auf Instagram beispielsweise. Es sollen wirklich Momentaufnahmen sein. 

Ich habe es ja vorhin schon angedeutet: Snapchat ist wirklich gar nicht intuitiv und wenn man sich nicht irgendwelche Tutorials ansieht, oder sich alles von jemandem erklären lässt, kann man wirklich lange warten, bis man Snapchat mit all seinen verschiedenen Funktionen versteht. Das gibt bei mir einen fetten Minuspunkt... warum muss man es den Leuten denn unnötig schwer machen? Aber gut, einmal gecheckt und dann läuft's ja auch irgendwie... 

Was an Snapchat cool ist, ist dass man Personen von einer ganz anderen Seite kennenlernt. Die meisten Blogger kennt man ja beispielsweise nur über ihre Blogs oder ihre Instagram-Accounts. Beides Kanäle, auf denen man sich tendenziell eher von seiner Schokoladenseite zeigt. Da wird nichts dem Zufall überlassen und die Aufnahmen sind meist hochwertig und schön anzusehen. Das ist mir persönlich auch immer sehr wichtig: Ich möchte dort einfach schöne Bilder sehen - keine unterbelichteten, verwackelten Momentaufnahmen. Allerdings gelingt es bei so viel Perfektion auch nicht immer, die eigene Persönlichkeit rüberzubringen. Manche schaffen das ganz gut über ihre Texte, aber oft frage ich mich dann doch: Wie ist diese Person denn im echten Leben? Diese Lücke füllt Snapchat meiner Meinung nach ganz gut. Man kann mal hinter die Kulissen schauen, ein bisschen mehr Alltag und Persönlichkeit erfahren. In Kombination mit den jeweiligen Blogs, Instagram-Accounts etc. bekommt man dann ein viel vollkommeneres Bild einer Person, finde ich. Ob man das braucht, ist die Frage. Auf jeden Fall bietet Snapchat einem diese Möglichkeit. 


Ich bin aber auch der Meinung, dass man es mit Snapchat übertreiben kann. Einige Personen habe ich nach kurzer Zeit gleich wieder gelöscht, weil mir das Ganze wirklich etwas zu monoton war. Stundenlange Erzählungen vom Supermarktbesuch oder niemals endende "Unboxing-Videos" zeigen meiner Meinung nämlich keine Persönlichkeit und tun dem Blogger auch keinen Gefallen.  Davon abgesehen raubt mir das Ganze in so einem Fall wertvolle Lebenszeit, da ich mich dadurch weder inspiriert noch sonst irgendetwas fühle! Generell finde ich, dass ein bunter Mix aus verschiedenen Momenten des Tages mit ein paar unterschiedlichen Perspektiven am interessantesten ist. Eine Kombination aus Bildern und Videos ist auch immer schön, da das ein bisschen abwechslungsreicher ist. Ab und zu denke ich mir zwar auch selbst: Biete ich meinen Followern jetzt eigentlich gerade einen Mehrwert? Interessiert es sie überhaupt, was ich da erzähle, oder was ich ihnen zeige? Verschwende ich mit diesem zusätzlichen Social Media Kanal vielleicht sogar kostbare Zeit? Aber ich gehe das Ganze relativ entspannt an: Wenn ich etwas zu sagen habe, dann melde ich mich. Wenn den ganzen Tag eigentlich nichts passiert oder ich einfach keine Lust habe, dann lasse ich einfach nicht von mir hören. Ich habe dann auch kein schlechtes Gewissen. Es ist nun mal nicht jeder Tag so aufregend, dass man ihn mit der ganzen Welt teilen muss. Außerdem finde ich auch, dass ein kleines bisschen Privatsphäre einfach noch sein muss. Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden :-)


Allgemein finde ich, dass Snapchat einfach ein kleines bisschen "echter" ist als viele andere Social Media Kanäle. Das kann eben gut und schlecht zugleich sein. Einerseits wirken Personen dadurch nicht so unnahbar, andererseits ist das auch nicht immer alles so wahnsinnig interessant ;-)

Was haltet ihr denn von Snapchat? Könnt ihr mir vielleicht sogar Accounts empfehlen? Ihr findet mich dort übrigens unter stilblume :-) Falls ihr also Lust habt, mich bei meinem täglichen Spaziergang mit dem Floh zu begleiten, oder sehen wollt, was es hier zum Frühstück gibt, dann added mich doch einfach ganz fix!

Alles Liebe
Eure Stilblume
Kommentare on "Snapchat: Was halte ich davon?"
  1. Also ich habe mich vor Kurzem auch erst auf Snapchat angemeldet und finde es auch recht interessant mal so die Leute hinter dem Blog zu hören und zu sehen. Aber bei manchen finde ich schon krass, wie viel die snappen bspw. non-stop auch aus dem Urlaub. Da fände ich eine Balance zwischen On- und Offline-Leben angebrachter. Ich persönlich finde es noch irgendwie komisch mit meinem Telefon zu sprechen :D und wenn man kein W-Lan in der Wohnung hat, dann ist diese App eh tödlich fürs Datenvolumen. Daher steht's bei mir auch schon eine Weile wieder still.
    Liebe Grüße, Chrissie.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, du hast absolut recht. Manche übertreiben es maßlos!!! Eine gute Balance ist schon nicht schlecht...
      Und ja, mit dem Telefon zu plaudern, kostet anfangs etwas Überwindung. In der Öffentlichkeit mache ich es schon gleich mal gar nicht, haha!!!! :-D

      Liebste Grüße!
      Julia

      Löschen
  2. Ich stimme Dir komplett zu. Snapchat ist nicht intuitiv und auch ich musste es mir ersteinmal von einer Freundin zeigen lassen. Wenigstens muss man zum anschauen jetzt nicht mehr immer den Finger darauf halten, das war schon irgendwie nervig. Als ich dann das erste Mal vom Adele Konzert snappte, vergas ich den Ton anzustellen :p. Seit her schaue ich mir liebe andere an, als selbst aktiv zu werden. Dafür möchte ich es aber nicht mehr missen. Es ist einwenig wie Soap schauen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ist wirklich ein bisschen wie Soap schauen! Macht auch in der gleichen Weise süchtig :-) Ich habe regelmäßig noch den Finger über dem Lautsprecher-Dings, wenn ich snappe - muss dann alles nochmal erzählen, haha.... also mach dir nichts draus :-)

      Liebste Grüße
      Julia

      Löschen
  3. schon ewig überlege ich hin und her. soll ich, soll ich nicht. hmmm.. und irgendwie kann ich mich nicht so richtig dafür begeistern. ich muss ja gestehen, dass ich mich noch nicht mal angemeldet habe, geschweige denn die App runtergeladen. Nach deinem Post bin ich jedoch ein Stückchen weiter gekommen und denke, dass ich es rein Spaß halber vl doch mal versuchen könnte. ;)
    <3 Martina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Probier's mal aus. Wenn du es doof findest, kannst du die App einfach wieder löschen :-) Aber ich könnte mir fast vorstellen, dass du es ganz lustig findest :-D

      Liebste Grüße
      Julia

      Löschen